Arbeitnehmerüberlassung muss neu geregelt werden

Eine Neuregelung der Arbeitnehmerüberlassung ist unverzichtbar. Das Gesetz hat seine Berechtigung in den Berufsgruppen und Firmen, die mit Leiharbeit leben und auch auf diese angewiesen sind.

Dies trifft allerdings nicht auf Ingenieure zu. Ihr Einsatz an anderem Arbeitsplatz wird nicht von temporären Erfordernissen bestimmt. Hier geht es in der Regel um fachliche Notwendigkeiten, eigene Planungsteams durch den "Leiharbeitnehmer" zu unterstützen. Der Einsatz beim Entleiher macht Sinn. Entscheidungen für den Planungsfortschritt auf kurzem Weg sind gefragt. Besondere Probleme bereitet die Überlassungshöchstdauer, die im Gesetz festgeschrieben ist, Wird diese Höchstdauer überschritten, muß der Mitarbeiter für eine Zwangspause abgezogen werden. Zwangsunterbrechung. Alternative ausgeschlossen. Es sei denn, der Entleiher übernimmt den "Leiharbeiter" in den eigenen Personalbestand. Eine ganz ausgezeichnete Lösung, um ohne jeglichen Aufwand qualifizierte Mitarbeiter einzustellen. Dies geht voll zu Lasten der Ingenieurbüros, die erhebliche Probleme haben, den Mangelberuf Ingenieur zu akquirieren. Eine Lösung ist unerlässlich. Auch der Tarifvertrag des ASIA, einzige vertragliche Regelung für planende Ingenieure, kann keine Abhilfe schaffen. Für die Leiharbeit ist nur der Tarifvertrag des Entleihers maßgebend. Gerade für diese "Beschaffungsmaßnahme" ist die Regelung geradezu zweckmäßig und muss zum Schutz der Ingenieurbüros geändert werden.